Startup aus Horn gewinnt den Thurgauer Jungunternehmerpreis 2026

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kehrte die «Höhle der Thurgauer Löwen» am WEGA-Freitag zurück nach Weinfelden. Das Format des Startnetzwerks Thurgau bietet Gründern aus dem Kanton die Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell vor Publikum und einer kompetenten Jury zu präsentieren. Das Rennen machen gefriergetrocknete Früchte der Firma Fruuna aus Horn.

Es ist warm und stickig im Foyer des Thurgauerhofs an diesem Freitagnachmittag. Der Geräuschpegel ist hoch, auf dem kleinen Plateau sitzen dicht an dicht die Gäste der gleich beginnenden Veranstaltung. Sie setzen sich hauptsächlich aus Vertretern der Thurgauer Politik, Wirtschaft und Startup-Szene zusammen. Rundherum drängen sich weitere Neugierige.

Mitten im Herz der WEGA findet zum zweiten Mal die Höhle der Thurgauer Löwen statt. Vier im Vorhinein festgelegte Startups haben die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell im Messetrubel zu präsentieren. Die Nervosität ist den Teilnehmern anzusehen. Für einige ist es das erste Mal, dass sie ihr Projekt vor Publikum bewerben.

Der Ablauf ist klar strukturiert: Die vier Gründer-Teams «pitchen» nacheinander ihr Geschäftsmodell jeweils sieben Minuten und stellen sich anschliessend direkt den Fragen von Jury und Publikum. Nach den vier Präsentationen geht es sofort ins Live-Voting über. Das Publikum wählt am Smartphone seinen Favoriten.

Prominente Jury sind die «Thurgauer Löwen»
Die Jury verfügt über einschlägige unternehmerische Erfahrung. Sie setzt sich zusammen aus Rita Fröhlich von der Malerei ANGST in Romanshorn, Claudio Minder von Kybun-Joya in Roggwil sowie Fabian Danko, Mitgründer des Home of Innovation in Winterthur. Nach jeder Präsentation ist es ihre Aufgabe, dem Startup mit kritischen Fragen auf den Zahn zu fühlen.

Anti-Food-Waste-Projekt begeistert das Publikum
Die Jungunternehmen könnten unterschiedlicher nicht sein. Pius Gutzwiller und sein Team von INOXO aus Weinfelden haben ein neues Zugangssystem für Arbeitnehmende ohne festen Arbeitsplatz entwickelt. Sandro Derungs und Marc Kläusli präsentieren das Gastrokonzept der Botanic Bar, welches in Frauenfeld seinen Standort hat. Kathrin Freimann entwickelt in Kreuzlingen ein Kompetenzzentrum, das Führungskräften und Teams bei Todesfällen und Trauer Hand bietet.

Jury und Gäste am meisten überzeugt hat das vierte Unternehmen «fruuna»: Sandro Parissenti und Manuel Hungerbühler gewinnen mit gefriergetrockneten Früchten und Gemüse den Thurgauer Jungunternehmerpreis 2026. Mit der Technologie können verschiedenste regionale Lebensmittel haltbargemacht werden. So wird unter anderem Food Waste entgegengewirkt. Die Produkte werden bereits online und über Wiederverkäufer in der Ostschweiz vertrieben. Produzenten aus der Region haben zudem die Möglichkeit, ihre Früchte und Gemüse in Lohnarbeit gefriertrocknen zu lassen.

Die präsentierten Erdbeeren überzeugen mit ansprechender Optik und einem neuen Geschmackserlebnis, das der frischen Frucht in nichts nachsteht.

«Die CHF 5'000 investieren wir in die Entwicklung von gefriergetrockneten Trauben. Da sehen wir grosses Potenzial», so Mitgründer Sandro Parissenti über das von der Thurgauer Kantonalbank gesponserte Preisgeld.

Es gibt nur Gewinner
Wer ein Unternehmen gründet, braucht weit mehr als eine gute Idee. Es braucht Mut, Durchhaltewillen und die Fähigkeit, andere für die eigene Vision zu begeistern. Dass sie über genau diese Kompetenzen verfügen, haben alle vier Unternehmen bewiesen. Obwohl nur ein Unternehmen mit dem Hauptpreis nach Hause geht, sind am Ende des Abends alle vier Teilnehmenden Gewinner. Sie haben mit viel Herzblut ihre Visionen vorgestellt und die Vielfalt der Thurgauer Jungunternehmen gezeigt.

Medienmitteilung der "Höhle der Thurgauer Löwen" vom 28. 09.2026.


Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.