Neue Spitze bei den Schreinern

Der Verband der Thurgauer Schreiner wählt Hampi Niederer zum Präsidenten. Heinz Fehlmann tritt ab.

Bei den Schreinern ist der Staffelstab weitergewandert: Heinz Fehlmann hat an den Salmsacher Hampi Niederer übergeben. Niederer gehört bereits dem Kantonalvorstand an und möchte «den Verband weiter stärken, den Zusammenhalt pflegen und unser Schreinerhandwerk erfolgreich in die Zukunft führen». Fehlmann muss ebenfalls im Kantonalvorstand ersetzt werden. In seine Fussstapfen tritt der Kaufmann der Oberholzer AG, Jörg Schmälzle. Alle weiteren Vorstände sind in ihren Ämtern bestätigt worden. Heinz Fehlmann, Müllheim, hat 22 Jahre lang dem Kantonalvorstand angehört. An der Generalversammlung des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Thurgau im Ekkharthof in Lengwil blickt er auf ein herausforderndes 2025 zurück. Zwar habe sich die Schweizer Wirtschaft trotz geopolitischer Verwerfungen recht gut behauptet. Doch, dass sich die Weltwirtschaft «leicht abgekühlt» habe, schlage auch auf die eigene Branche durch. So gäbe es weniger offene Stellen und die Arbeitslosigkeit sei «leicht angestiegen».

Eigenmietwert und AVP beschäftigen Schreiner
Trotzdem sei die Auftragslage «gut bis sehr gut». Allerdings müsse sich zeigen, wie nachhaltig der Trend sei. Denn die hohe Nachfrage an Umbauten hänge wohl auch mit der Abschaffung des Eigenmietwerts zusammen. «Voraussichtlich haben wir noch bis 2028 Zeit, um der erhöhten Nachfrage nachzukommen. Spannend wird sein, was passiert, wenn man es steuerlich nicht mehr abziehen kann», sagt Fehlmann.

In der Schreinerbranche herrsche aber weiterhin ein Fachkräftemangel. «Auf ausgeschriebenen Stellen melden sich nur sehr wenige bis gar keine Schreiner EFZ», sagt Fehlmann. «Darum ist es nach wie vor sehr wichtig, dass wir in die Schreinerbildung investieren.» Der Kanton solle die Streichung der kantonalen üK-Beiträge nochmals überdenken, die er in seiner Ausgaben- und Verzichtsplanung vorgeschlagen hat. «Wenn wir die üK-Beträge erhöhen müssen, dann fehlen uns 100'000 Franken.» Das sei Geld, für das dann die Mitgliederfirmen geradestehen müssten. Fehlmann fordert: «Hier sind die bürgerlichen Politiker gefragt. Sie sollen zu ihrem Wort stehen und für die Berufsbildung einstehen.» (red)

Medienmitteilung der Thurgauer Zeitung vom 09. Juni 2026

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